Sommerurlaub 2017

01. bis 20. August 2017

Die Diskussion bezüglich des Sommer Urlaubs begann schon im Herbst 2016. Wir wünschten uns das unsere Jungs mit fahren und überliesen diesen daher die Auswahl des Ziels. Beide sprachen sich für einen Urlaub auf einem Campingplatz in Italien aus. Natürlich sollte dort auch richtig was los sein.

Kurz haben wir dann noch überlegt ob es an die Adria oder an den Gardasee gehen sollte. Als niemand entscheiden wollte habe ich den Gardasee gewählt.

In vielen Berichten und Foren habe ich gelesen das eine Reservierung in der Hauptsaison zu empfehlen ist. Dies haben wir dann auch getan.

Sicherlich ist es möglich in einem Rutsch bis zum Gardasee zu fahren. Das war uns aber zu weit. Wir haben daher unterwegs Pausen gemacht. 2015 hatten wir im Mietmobil die erste Übernachtung in Ulm gemacht. Dort hat es uns gut gefallen. Also haben wir auch in diesem Jahr dort übernachtet.

Der Stellplatz ist ehr ein Parkplatz und kostenlos. Eine Ver- und Entsorgung steht zur Verfügung. Für einen kurzen Aufenthalt im sehr schönen Ulm reicht es auf jeden Fall.

Die Innenstadt mit vielen Restaurants liegt in fußläufiger Entfernung. Auch die nahe Donau lädt zu Spaziergängen ein. (Fotos habe ich hier leider nicht gemacht).

Von Ulm fuhren wir weiter Richtung Reschenpass. Die Strecke über den Fernpass kann man in Österreich mautfrei befahren. Auch mit dem Wohnmobil ist diese Strecke problemlos.

Interessant waren auf dieser Fahrt die ständigen Wetterwechsel. Nach jedem Tunnel war dies komplett anders. Von strömenden Regen, der kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit zu ließ, bis zu herrlichem Sonnenschein war alles dabei.

Nach der Überquerung des Reschenpasses ging die Strecke entlang des Reschensee. Die Gegend ist einfach wunderschön. Wir stoppten am Campingplatz Thöni in St. Valentin auf der Haide. Zum Glück hatten wir lange im Voraus reserviert. Es war komplett belegt und im Laufe des Tages mussten noch einige Fahrzeuge  weiter fahren.

Der Campingplatz ist recht klein und aufgrund der nahen Strasse auch nicht ganz leise. Wir  haben uns aber sehr wohl gefühlt. Die Entscheidung dort drei Tage zu verbringen war auf jeden Fall richtig.

Am nächsten Tag sind wir mit der Seilbahn zur Haideralm hoch gefahren. Die Talstation ist nur wenige Meter vom Campingplatz entfernt. Oben auf der Alm kann man schöne Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten machen und auch im Restaurant einkehren.

Auch das Tal lädt zur Bewegung ein. Einmal durch den kleine Ort wandern und man gelangt an den schönen "Lago della Mutta". Dieser läßt sich wunderbar zu Fuß umrunden.

Auf der andern Seite des Ortes liegt der Reschensee, der "Lago die Rèsia". Dieser ist deutlich größer und für eine Umrundung bietet sich das Fahrrad an. Ein gutes Stück führt jedoch entland der Hauptstrasse. Aufgrund des vorhandenen Radweges ist das nicht gefährlich. Mehr Ruhe und Abgeschiedenheit findet man aber auf der anderen Seite des Sees.

Das wohl bekannteste Motiv dieser Gegend ist der versunkene Turm im Reschensee. Er ist das letzte sichtbare Zeichen eines Ortes der an dieser Stelle war.

Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Tal geflutet und seine Einwohner vertrieben. Heute steht der Turm unter Denkmalschutz und ist ein Publikumsmagnet.

Weitere Infos hier.

La Quercia südlich von Lazise war der Campingplatz welchen wir für eine Woche am Gardasee gebucht hatten. Bei der eigentlichen Buchung hatten wir nur einen Platz am oberen Ende in der Nähe der Hauptstrasse bekommen. Ich hatte mich aber für einen Platz direkt am Wasser vormerken lassen. Eine Reaktion hatte ich nicht wirklich erwartet. Aber wir hatten Glück. Ein paar Monate vor dem Urlaub bekam ich eine Mail vom Campingplatz. Wir durften tatsächlich runter zum See.

Die beiden Bilder unten zeigen schön die Lage. Das linke Bild ist vom Badesteg aus fotografiert. Das Rechte habe ich direkt aus meinem Bett gemacht.

Die meiste Zeit hatten wir sehr schönes Wetter am Gardasee. Tagsüber war es angenehm warm. Nachts hat es sich aber auch wieder abgekühlt so das man sehr gut schlafen konnte. Der See hat im August eine schöne Temperatur zum Baden.

An einem Nachmittag ist aber auch ein heftiges Gewitter aufgezogen. Wir hatten Glück das wir kaum etwas davon mitbekommen haben. Am Horizont war es aber schon sehr dunkel. Später hörten wir auch das ein paar Kilometer nördlich einige Schäden entstanden sind.

Der Ort Lazise war von uns gut zu Fuß erreichbar. Dort hat es uns gut gefallen. Es gibt viele Läden zum Einkaufen. Eiscafes und Restaurants sind überall zu finden. Es ist aber auch sehr voll und wie zu erwarten viel Touri-Nepp. Wer Italien und Italiener erleben will ist hier am falschen Ort. Das war uns aber klar und ist in Urlaubshochburgen in andern Länden nicht anders.

Was uns ebenfalls sehr gut gefallen hat war ein Tag auf dem Wasser. In Italien ist es erlaub auch ohne Bootsführerschein bis zu 40PS zu fahren. Damit zu fahren, die Ufer und Städte am Rand zu beobachten und natürlich zwischen durch auch mal in den See zu springen hat viel Spaß gemacht.

Leider war die Woche auch schnell wieder vorbei. Ein letzter Blick über den Badesteg auf den See und ab geht es zurück in Richtung Deutschland.

Die Kinder wollten nun wieder nach Hause. Allerdings haben wir auch den Rückweg aufgeteilt. Den ersten Stopp haben wir in Erdingen eingelegt. Der Stellplatz an der dortigen Therme ist schön. Die Jungs waren ein paar Stunden schwimmen und rutschen. Wir haben in derzeit ein wenig eingekauft. Abends gab es dann im Erdinger ein deftiges Abendessen.

Nach einer weiteren Übernachtung am Twistesee in Bad Arolson waren wir wieder zu Hause.

Da wir noch ein paar Tage Urlaub hatten wollten wir nicht daheim bleiben. Also sind wir ohne die Kinder weiter. Das erste Ziel war Bad Zwischenahn. Der dortige Stellplatz ist ein besserer Parkplatz. Im Preis war aber der Eintritt ins direkt angrenzende Freibad inclusive. Das hat uns sehr gut gefallen.

Mit dem Rad sind wir u.a. einmal um den See gefahren. Das gefiel uns nicht so gut. Sehr oft war man doch ein gutes Stück vom See entfernt. Das Ufer ist sehr oft bebaut und Privatgrundstück und darf nicht betreten werden.

Interessant war es eine Bundeswehreinheit beim Training zu beobachten.

Ebenfalls sehr schön ist der Park der Gärten. Dieser entstand auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau. Es wurden einige Ideen gezeigt die man auch im eigenen Garten umsetzen kann.

Letzter Stop für diesen Urlaub war dann am Großen Meer in der Nähe von Emden. Hier haben wir Freunde besucht und standen für zwei Nächte auf einer privaten Wiese.

Wir haben gegrillt, am Wasser entspannt und sind mit dem Rad nach Emden gefahren.

Ebenfalls haben wir den Kirchturm von Suurhusen besucht. Dieser ist, gemessen an der Gradzahl die er aus der Senkrechten steht, noch schiefer als der Turm von Pisa. Allerdings hat er aufgrund der geringeren Höhe auch einen kleineren Überhang.